
Der Besuch im Werk Irkutsk unterstrich die Fortschritte des russischen Verkehrsflugzeugs und die Modernisierung eines Militärflugzeugs, das als Plattform zur Bekämpfung größerer Drohnen präsentiert wird
Der russische Präsident Wladimir Putin besuchte das Flugzeugwerk Irkutsk in Sibirien. Dort inspizierte er die Produktionslinie des Verkehrsflugzeugs MS-21 und begutachtete die Yak-130M, eine modernisierte Version des von der russischen Luftfahrtindustrie entwickelten militärischen Schulflugzeugs.
Der Besuch findet zu einer Zeit statt, in der der Druck auf die strategischen Bereiche des Landes zunimmt. In den vergangenen Monaten hat die Ukraine den Einsatz von Langstreckendrohnen gegen Raffinerien, Häfen, Industrieanlagen, Logistikzentren und andere Einrichtungen auf russischem Territorium verstärkt.
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Anfang Juli verursachten der Ukraine zugeschriebene Angriffe Schäden an den Ostseehäfen Wyssozk und Ust-Luga sowie eine Unterbrechung der Stromversorgung in Sewastopol. Ust-Luga gehört zu den wichtigsten Terminals, die Russland für den Export von Öl und raffinierten Erdölprodukten nutzt.
Die Auswirkungen erreichen zunehmend auch die zivile Wirtschaft. Jüngste Angriffe auf Raffinerien und Lagerhallen des Onlinehandels trugen nach von Reuters zusammengestellten Informationen zu Unterbrechungen der Kraftstoffversorgung, steigenden Preisen und logistischen Schwierigkeiten bei.
Vor diesem Hintergrund gewann die Präsentation der Yak-130M aufgrund ihrer angekündigten Fähigkeit zur Bekämpfung von Luftzielen, darunter größere Drohnen, an Bedeutung. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Modell bereits operativ in dieser Funktion eingesetzt wird.
Yak-130M erhält neue elektronische Systeme
Die Yak-130M ist eine Weiterentwicklung der Yak-130, eines Flugzeugs, das hauptsächlich zur Vorbereitung von Piloten auf fortschrittlichere Militärflugzeuge eingesetzt wird. Durch die Modernisierung soll ihr Einsatzspektrum auf Überwachungs-, Unterstützungs- und weniger komplexe Luftverteidigungsmissionen ausgeweitet werden.

Nach Angaben der United Aircraft Corporation, UAC, erhielt das neue Modell modernisierte Zielsysteme, Kommunikationsausrüstung, Selbstschutzfunktionen und die Möglichkeit zur Integration gelenkter Waffen.
Die vorgestellte Konfiguration umfasst ein Radar, ein elektrooptisches System mit Wärmesensoren und einen integrierten Selbstschutzkomplex. Dadurch sollen Einsätze am Tag, in der Nacht und bei ungünstigen Wetterbedingungen möglich werden.
Der Hersteller erklärt, dass die Yak-130M Boden- und Luftziele, darunter schwere Drohnen, aufspüren und bekämpfen können soll. Diese Fähigkeiten hängen jedoch noch vom Abschluss des Testprogramms und von der Erprobung der neuen Ausrüstung unter Einsatzbedingungen ab.

Der erste Prototyp absolvierte am 25. Juni 2026 seinen Erstflug. Der Test dauerte etwa 50 Minuten. Dabei erreichte das Flugzeug nach Angaben der UAC eine Höhe von bis zu 2.000 Metern und eine Höchstgeschwindigkeit von 600 km/h.
Der Einsatz einer Plattform wie der Yak-130M gegen Drohnen könnte eine Alternative zu teureren Kampfflugzeugen darstellen, insbesondere in Situationen, in denen keine leistungsstarken Jagdflugzeuge eingesetzt werden müssen. Die Effizienz dieser Lösung wird jedoch von den Sensoren, den Betriebskosten und der Art der jeweiligen Bedrohung abhängen.
MS-21 macht Fortschritte bei den industriellen Vorbereitungen
Putin betrat auch das Cockpit einer MS-21-310, die mit für die Serienproduktion vorgesehenen Verfahren montiert wurde. Bei dem Modell handelt es sich um ein Mittelstrecken-Verkehrsflugzeug, das für den Wettbewerb auf dem Markt für Inlands- und Regionalverbindungen entwickelt wurde.

Das vorgestellte Flugzeug war mit russischen PD-14-Triebwerken und Komponenten ausgestattet, die überwiegend von mit Rostec verbundenen Unternehmen produziert wurden. Im Rahmen des Programms wurden zahlreiche ausländische Systeme ersetzt, nachdem Sanktionen und Handelsbeschränkungen die Versorgung mit Bauteilen beeinträchtigt hatten.
Nach den während des Besuchs vorgestellten Informationen befinden sich im Werk Irkutsk 18 MS-21 in unterschiedlichen Montagephasen. Die Flugzeuge sind für die Fluggesellschaft Aeroflot vorgesehen. Die kommerziellen Auslieferungen hängen jedoch noch vom Abschluss des Zertifizierungsverfahrens und den erforderlichen Genehmigungen ab.
Im Juni legte eine MS-21-310 mehr als 3.800 Kilometer zurück und transportierte dabei eine Nutzlast, die 175 Passagieren entsprach, zusätzlich zu den vorgeschriebenen Kraftstoffreserven. Der Flug war Teil der Erprobung zur Demonstration ihrer betrieblichen Eigenschaften.
Die 18 Flugzeuge an der Montagelinie zeigen, dass die Industrie eine erste Produktionsserie vorbereitet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass alle Maschinen bereits einsatzbereit sind. Der Zeitplan wird von der Zertifizierung, der Stabilität der Lieferkette und den Produktionskapazitäten für einheimische Komponenten abhängen.
Besuch hatte industrielle und strategische Bedeutung

Putin wurde vom Gouverneur der Region Irkutsk, Igor Kobsew, vom Rostec-Generaldirektor Sergej Tschemesow und vom Direktor des Werks Irkutsk, Andrei Soinow, begleitet.
Neben der Begutachtung der beiden Programme sollte der Besuch Russlands Bemühungen hervorheben, die Abhängigkeit von ausländischen Technologien in der zivilen Luftfahrt zu verringern und die verfügbaren Möglichkeiten zur Abwehr neuer Bedrohungen aus der Luft zu erweitern.
Das von Rostec veröffentlichte Video zeigt den russischen Präsidenten bei der Besichtigung des Cockpits der MS-21, beim Rundgang durch die Produktionsanlagen und bei der äußeren Begutachtung des Yak-130M-Prototyps.
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Quelle und Video: Rostec, United Aircraft Corporation und Pressedienst des russischen Präsidenten. Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
